"Ein gutes Bild zu malen ..."

erklärte Cézanne, " heißt, die Dinge der sichtbaren Welt unter der Oberfläche der reinen Wiedergabe als farbige Flecken - zu sehen."
KOMMENDE UND LAUFENDE AUSSTELLUNGEN
Afghanistan - Dianastraße 3 - 82377 München   -  von 01. Mai bis 01. Oktober 2022
Dieses Bekenntnis erklärt auch die Malerei von Elfi Frauendorf, die eine beachtliche Reihe von Ausstellungen bestritt und seit 1989 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler ist. Die Cézannsche Definition erklärt ihre Malerei von Beginn bis zum Ende. Was immer sie als Motiv wählt, die menschliche Figur, einen Engel, ein Stück mediterraner oder afrikanischer Landschaft oder Musik (es gibt von ihr von der Öffentlichkeit sehr beachtete Bilderserien zu den Opern Carmen, Zauberflöte und Der fliegende Holländer), das alles erweckt sie mit spontan gesetztem Pinselstrich zu farbigen Flächen, „taches", wie Cézanne das nennt.
Elfi Frauendorf
Wo es um sinnlich gesättigten Ausdruck geht, kann der Pinselduktus auf gegenständliche Formen und Umrisse keine große Rücksicht mehr nehmen. Die Farbe lockt mit ihren Verführungskünsten weg von der strengen Wahrheit einer Zeichnung, ein Lockruf, dem Elfi Frauendorf mit traumwandlerischer Sicherheit folgt.
Immer wieder aufs Neue reagiert sie an ihrer Staffelei auf die in ihrer Erinnerung aufbewahrten visuellen Eindrücke von Natur, von Musik, von Engelbildern und  übersetzt sie in ein sinnenfreudiges Farbgewitter. 
Mit ihren fast symphonisch strömenden Farben erweckt Elfi Frauendorf ein Arkadien zum Leben, diesen meta-geografischen Bereich abendländischer Poesie, der sich auf keiner Landkarte findet und dennoch unzählbaren Dichtern, Musikern und Malern zum Asyl wurde.

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